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Prüfen Sie Ihre Krisenfestigkeit

Institutionelle und individuelle Sicherheits-, Standort- und Resilienzanalysen

Geopolitische und -ökonomische Unsicherheiten, Diskussionen über Angsträume und »Meidegebiete« (avoid areas), über Versorgungssicherheit, Lieferketten, Extremwetterlagen und eine gestiegene Sensibilität für Krisenvorsorge erhöhen den Bedarf an professioneller Orientierung. Gefragt sind keine allgemeinen Checklisten, sondern diskrete, analytisch fundierte und individuell belastbare Bewertungen für anspruchsvolle Kunden.

Dieser RiskCompass-Service (siehe Beispiel) bewertet Wohn- und Nebenstandorte nicht nur nach Lage und Immobilienwert, sondern zusätzlich nach Sicherheit, Schwachstellen, Infrastrukturstabilität, Selbstversorgungspotenzial, militärischer Sekundärgefährdung und Krisenfestigkeit. Klassische Vermögens-, Immobilien- und Nachfolgethemen werden so durch die von RiskCompass entwickelte »Daten- und Szenario-basierte« Risikoanalyse um den Schutz des persönlichen Lebensmittelpunktes (z.B. Wohnung, Haus, Betrieb, Nebenstandorte) erweitert.

Daraus entsteht eine konkret nutzbare Entscheidungsgrundlage für die Wahl, Bewertung und Absicherung von persönlichen Standorten – die Wohnung, das eigene Haus, das Ferienhaus, der Betrieb, Ausweichstandorte (von Verwandten, Freunden, Kollegen usw.) oder gleich der Wohnort in seiner gesamten Komplexität.

Ohne Multi-Standortanalysen gibt es weder einen Plan A noch einen Plan B

Es gibt Orte, die auf den ersten Blick als die idyllische Antwort auf jede denkbare Krise wirken. Abseits der großen Städte und sozialen Probleme. Eingebettet in eine beeindruckende Landschaft. Überschaubare Bevölkerungszahlen, geringe Kriminalität, stabile Nachbarschaftsverhältnisse und eine hohe Lebensqualität. Wer dort lebt und eine Liegenschaft als Ausweichquartier – oder gar als Lebensmittelpunkt – besitzt, hat häufig das beruhigende Gefühl, genau den richtigen Ort gewählt zu haben – einen Ort, der auch dann Sicherheit, Souveränität und Autonomie verspricht, wenn anderswo die Stürme der Revolte durch die Gassen fegen.

Doch genau hier beginnen einige der gefährlichen Denkfehler moderner und postmoderner Menschen – häufig der welthistorischen Anomalie des friedlichen Wohlstands geschuldet. Der Grund dafür liegt einfach darin, dass Menschen Standorte (ob Wohnung oder Eigenheim, Feriendomizil oder Betriebsstätte) überwiegend – und verständlicherweise – nach ihrem Zustand im Normalbetrieb bewerten. Resilienz entscheidet sich jedoch nicht im Normalbetrieb des Alltags. Resilienz zeigt sich erst dann, wenn großflächig Stromnetze ausfallen, Lieferketten reißen, schwere Naturereignisse hereinbrechen, Verkehrswege blockiert sind, staatliche Hilfen ausbleiben, soziale Unruhen toben, marodierende Massen aus verdichteten Regionen in das gepflegte Refugium eindringen – oder wenn gar eine rasche Evakuierung ansteht. Ein Wohn- oder Betriebsstandort ist nicht schon deshalb resilient, weil er sich gut anfühlt. Er ist resilient, wenn er auch dann noch funktioniert, wenn sich die gewohnten Systeme abschalten.

Das Beispiel aus einem typischen Analyseprojekt verdeutlicht dies eindrucksvoll. Der untersuchte Standort befindet sich an einem der schönsten Seen Europas. Die Umgebung ist geprägt von Tourismus, sie gilt als wohlhabend, sicher und exklusiv. Die Kriminalitätsbelastung ist gering. Die Landschaft beeindruckend. Auf den ersten Blick wäre dies für viele Menschen der ideale Rückzugsort. Doch die detaillierte Sicherheits-, Infrastruktur- und Resilienzanalyse zeigt ein völlig anderes Bild.

Bereits die geografische Lage offenbart eine strukturelle Schwachstelle, die dem ungeschulten Betrachter kaum auffällt. So ist der gesamte Ort von einer einzigen Verkehrsachse abhängig. Im Westen begrenzt durch die große Wasserfläche des Sees, östlich eingeschlossen durch einen mehr als zweitausend Meter aufragenden Gebirgszug. Ausweichrouten fehlen ebenso wie ein Bahnanschluss. Die gesamte Versorgung erfolgt über ein- und dieselbe Straße, über die auch Rettungskräfte, Handwerker, Lieferanten, Touristen und Bewohner an- und abreisen. Im Normalbetrieb, unter Schönwetterbedingungen, fallen diese Abhängigkeiten kaum auf. Doch Krisen interessieren sich nicht für die Wetterverhältnisse.

Ein Felssturz, ein Murenabgang, ein Hochwasser, ein Wald- oder Vegetationsbrand, eine technische Havarie, eine Sabotagehandlung, eine polizeiliche Sperrung – oder militärische Aktivitäten in einem bewaffneten Konfliktszenario: All diese Ereignisse können dazu führen, dass die einzige Zufahrtsstraße blockiert wird. Aus einem vermeintlich sicheren Rückzugsort wird eine Sackgasse. Eine einzige Unterbrechung genügt, um den ganzen Ort faktisch von seiner Umgebung abzuschneiden.

Doch damit nicht genug. Die Analyse zeigt darüber hinaus weitere Schwachstellen. Die lokale Versorgung ist stark saisonabhängig und auf touristische Nachfrage ausgerichtet. Weder existieren relevante Lebensmittelreserven vor Ort, noch bedeutende Logistikzentren. Und auch die wenigen Olivenbäume und Rebstöcke an den Hängen gewähren keine wirklich substanzielle landwirtschaftliche Selbstversorgung. Darüber hinaus befindet sich die nächste medizinische Schwerpunktklinik in erheblicher Entfernung (39 Straßenkilometer). Nicht viel weiter entfernt liegt ein Nato-Stützpunkt (48 km Luftlinie), der im Rahmen der nuklearen Teilhabe US-amerikanische Atomwaffen lagert. Er wäre im Kriegsfall das mögliche Primärziel eines Angriffs mit erheblicher Sekundärgefährdung.

Der See, der als natürlicher Schutz wahrgenommen wurde, entpuppt sich nun als Hindernis. Das Gebirge, das Rückendeckung vermittelte, wird zugleich zur topografischen Barriere. Die Abgeschiedenheit, die viele als Vorteil betrachteten, bedeutet in Wahrheit Isolation. Und die einzige Straße, die den Ort mit der Außenwelt verbindet, entwickelt sich in nahezu jedem Szenario zum entscheidenden, verstopften Nadelöhr.

In diesem Moment verändert sich die gesamte strategische Bewertung des Standorts schlagartig und grundlegend. Genau hier setzt eine professionelle Resilienzanalyse an: Nicht die Bewertung der Gegenwart, sondern die Bewertung möglicher Szenarien, die in Zukunft nicht auszuschließen sind. Sie beginnt mit Erkenntnis, mit der systematischen Identifikation von Schwachstellen, mit der Analyse von Abhängigkeiten, mit der Bewertung von Krisen- und Konfliktszenarien. Und mit der Frage, was passiert, wenn die Dinge nicht mehr so funktionieren wie heute.

Genau solche Abhängigkeiten und Szenarien sind es, die in klassischen Immobilienbewertungen, Standortentscheidungen oder privaten Sicherheitsüberlegungen nahezu unberücksichtigt bleiben.

Die meisten Menschen investieren erhebliche Summen in Immobilien, Sicherheitsmaßnahmen, Technik oder Vorsorgekonzepte. Nur wenige investieren zuvor in die Frage, ob der gewählte Standort diese Maßnahmen überhaupt tragen kann. Und so kommt es, dass Entscheidungen häufig auf einer unvollständigen Informationsgrundlage getroffen werden.

Das Problem: Viele Risiken und strukturelle Standortschwächen lassen sich später weder korrigieren noch beseitigen. Eine benötigte Straße kann nicht gebaut werden, wenn der Platz fehlt. Eine ungünstige Topografie lässt sich ohnehin nicht verändern. Eine dringende Redundanz kann man nicht einfach herbeizaubern. Und eine geografische Falle bleibt eine geografische Falle.

Professionelle Sicherheits- und Resilienzplanungen erfordern daher Multi-Standortanalysen. Sie untersuchen nicht nur einen einzelnen Standort, sondern das gesamte räumliche Sicherheits- und Resilienzsystem eines Mandanten. Hauptwohnsitze, Unternehmensstandorte, Ferienimmobilien, Zweitwohnsitze, Safe Houses und potenzielle Ausweichstandorte werden nicht isoliert betrachtet, sondern in ihrem Zusammenwirken analysiert. Erst der Vergleich offenbart die Wahrheit. Erst dadurch wird sichtbar, welcher Standort als primärer Rückzugsraum geeignet ist, welcher Standort lediglich im Normalbetrieb funktioniert, welcher Standort im Krisenfall versagt, und welcher als belastbare Alternative dienen kann.

Vor allem aber entsteht etwas, das in jeder Krise von unschätzbarem Wert ist: Handlungsfähigkeit.

Auftragsbezogene Zielgebiets-, Standort-, Sicherheits- und Risikoanalysen …

Ob Länder, Regionen (wie z.B. Kantone, Départements, Bundesländer oder -staaten), Land- und Stadtkreise, Städte, Dörfer, Ortsteile oder die eigenen Liegenschaften – das Intelligence-Team von RiskCompass führt die Analysen und Foresights (je nach Anforderung 24-72 Seiten) durch, die Sie aktuell und operativ benötigen. Damit Sie Schwachstellen und Risiken erkennen, Ihre Lage absichern und die Resilienz steigern können.

Fragen Sie, und lassen Sie sich ein Angebot unterbreiten:

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