Prof. Betz: Die Zukunft des Krieges ist der Bürgerkrieg

Prof. Betz: Die Zukunft des Krieges ist der Bürgerkrieg

Die reale Gefahr eines Abgleitens bestimmter westeuropäischer Regionen, Städte oder Stadtviertel in einen inneren Konflikt, der bis zum Bürgerkrieg führen könnte, beunruhigt nicht nur akademische Zirkel und sicherheitspolitische Think Tanks, sondern inzwischen auch die öffentliche Debatte. Wissenschaftler wie David J. Betz und Michael Rainsborough sowie der pensionierte Oberst der britischen Armee, Richard Kemp, beschreiben die gegenwärtige Entwicklung zu einer »Balkanisierung« oder »Ulsterisierung« (mit Bezug auf den Nordirlandkonflikt) des Alltags. Richard Kemp warnt in diesem Zusammenhang explizit vor der »Islamisierung«. Er weist darauf hin, dass in absehbarer Zeit zahlreiche Großstädte, Regionen oder Stadtviertel muslimische Mehrheiten haben könnten, ohne dass eine soziale Integration stattfinde oder stattgefunden habe. Dies schaffe ein explosives Gemisch aus kulturellen Spannungen und wirtschaftlichem Abstieg. Ein möglicher Bürgerkrieg dieser Art werde hauptsächlich in städtischen Ballungsräumen ausgetragen. Dazu verwendet David Betz ein Modell, das auf dem ›Feral Cities‹-Konzept aufbaut, dem Konzept der ›verwilderten Stadt‹ oder der ›Stadt als Urwald‹. Das Konzept wurde erstmals 2003 vom Historiker und Marineoffizier Dr. Richard J. Norton in einem Aufsatz für die ›Naval War College Review‹ beschrieben. Das Modell skizziert Städte oder Stadtteile, die ihre zivilisatorische Ordnung verloren haben.

Der am renommierten Londoner King’s College im »Department of War Studies« tätige britische Professor kanadischer Herkunft, David J. Betz, kommt jedenfalls im Rahmen seiner Forschung zum Ergebnis, dass die Zukunft des Krieges (im Westen) der Bürgerkrieg sein wird. Grundlagen seiner Prognosen sind einerseits die intensive, rund zehnjährige Untersuchung der dunklen Ecken des Internets, bei der er registrierte, was angehende Revolutionäre, Neo-Anarchisten und Möchtegern-Milizen denken und reden. Andererseits sieht er die Unvermeidlichkeit eines offenen, aktiven und groß angelegten Bürgerkriegs in Nordamerika und in Westeuropa im Versagen der derzeitigen gesellschaftlichen Strukturen, das sich immer weiter beschleunigt. Die größte Bedrohung der Sicherheit und des Wohlstands im Westen geht laut Betz heute von seiner eigenen sozialen Instabilität, seinem strukturellen und wirtschaftlichen Niedergang, seiner kulturellen Verkümmerung und vom Kleinmut sowie der Inkompetenz der herrschenden Bildungs-, Medien-, Wirtschafts- und Politklassen aus.

Betz erwartet »erschütternde gesellschaftliche Spaltungen entlang der Sollbruchstellen des Multikulturalismus« wie auch entlang der Klüfte eines neuartigen Klassenkampfes. Dieser Klassenkampf, der etwas metaphorisch als »Kulturkampf« bezeichnet werde, nehme hinsichtlich des Ausmaßes der gegenseitigen Dämonisierung und Abneigung zunehmend den Charakter eines tatsächlichen Krieges an. Darüber hinaus sieht er eine ausgeprägte ländliche versus städtische Dimension, insbesondere Angriffe auf die Infrastruktur sowie eine Rückkehr zum »Schock des Alten« – d.h. Rückfallmutationen zu brutalen Taktiken, insbesondere den Einsatz von Hungersnöten und der Zerstörung von Unterkünften als Zwangsmittel. Im Mittelpunkt eines wahrscheinlich kommenden Bürgerkriegs stehe die Zerstörung »globaler« Städte durch Ausnutzung ihrer inhärenten Instabilität.

Betz erhofft sich keine Chance mehr, die bevorstehenden Bürgerkriege noch zu verhindern. Als bedauerliche Realität müsse zur Kenntnis genommen werden, dass die Gesellschaft den Punkt, an dem es noch eine Umkehr gegeben hätte, bereits überschritten habe (Point of No Return). »Das Beste, was wir hoffen können, ist, dass wir, ausgestattet mit der folgenden Vorwarnung, erkennen, was weshalb geschieht, und wie vielleicht die Zeit des gesellschaftlichen Schmerzes abgemildert und verkürzt werden kann

Ausgangspunkt seiner Prognose ist die Binsenweisheit, dass mit zunehmender gesellschaftlicher Komplexität die Entropie zunimmt, je weiter wir uns entlang der Zeitachse vorwärtsbewegen.

Anmerkungen zur Entropie

Der aus dem Altgriechischen stammende Begriff Entropie (altgriechisch: ἐντροπία) bedeutet so viel wie Umwandlung. Entropie beschreibt sowohl eine physikalische Zustandsgröße als auch ein Maß aus der Informationstheorie (hier wird Entropiezunahme als Informationsverlust verstanden). Ausgehend vom zweiten Hauptsatz der Thermodynamik und verwandten Erkenntnissen, beschreibt Entropie in Bezug auf politische und gesellschaftliche Strukturen entweder – bildlich – ein Maβ für »soziale Unordnung« oder einen von Informations- und Wahrscheinlichkeitstheorien abgeleiteten Indikator für verfügbare oder nicht verfügbare Information bzw. eine Funktion von Wissen und Unwissen.

So geht der Soziologe Manfred Wöhlcke¹ davon aus, dass in sozialen Systemen bestimmte Kräfte wirksam sind: die Tendenz zur ›Syntropie‹ (begrifflicher Gegensatz zu Entropie), manchmal auch als ›Negentropie‹ bezeichnet, zur Aufrechterhaltung von Ordnung, zum Aufbau von Organisationsstrukturen, und die Tendenz zur Entropie, zur Unordnung, zum Verfall. Soziale Entropie wird in der bislang komplexesten Gesellschaftsform, der wissenschaftlich-technischen Zivilisation, am deutlichsten sicht-bar, weil hier das erforderliche Maß an syntropischen Gegenkräften nicht mehr erreicht werden kann. Die Folge ist die soziokulturelle Desintegration, der Zerfall. Zerfallserscheinungen sind etwa Übervölkerung, Flüchtlings- und Einwanderungsströme, ›Merkel-Poller‹ (im Boden befestigte Pfosten) in Fußgängerzonen und auf Weihnachtsmärkten, Zweiklassenjustiz, Melde- und Hinweisstellen zur Denunziation missliebiger Mitbürger, Rauschmittelfreigabe, Schüler, die Lehrer verprügeln, Verwahrlosung des öffentlichen Raums, durch Graffiti massenhaft verschandelte Häuserwände, Denkmäler oder S- und U-Bahn-Waggons, antiautoritäre Erziehung, Poledance-Shows von Dragqueens in Kindergärten usw.

Durch eine solche Gesellschaft vagabundieren gesellschaftliche Teilmengen (und Maßnahmen), die entweder hochentropisch oder aber auch hochsyntropisch sind. Sekten und Terrorgruppen (oder auch die Mafia) zeichnen sich durch ein Höchstmaß an Binnenordnung aus, sind also nach innen hochsyntropisch, leisten aber gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag zur ›Entropierung‹ der Gesamtgesellschaft. Hochentropisch sind auch multiethnische oder aber auch überalternde Gesellschaften. Multikulturelle, d.h. multiethnische Gesellschaften sind fragmentierte Gesellschaften höchster Entropie und geringster gemeinsamer Identität und Kohärenz. Der Verlust an Identität wird von außen (und innen) mittels Infiltration fremder Identitäten nicht gebremst, sondern weiter beschleunigt.

Der (vergebliche) Versuch Entropie zu senken verursacht immer Kosten. Insbesondere solche, die nicht in Geld messbar sind, also Opportunitätskosten. Die erwünschte Ordnung kommt nicht von allein zustande, denn sie ist mühsame und energieaufwändige Entropieverringerung. Es müssen also Arbeit und Kosten, nicht nur in Form von Geld, aufgebracht werden, um (wieder) Ordnung zu schaffen. Wobei die ›Entropierung‹ nie angehalten, sondern allenfalls verlangsamt werden kann. Und auch dies ist zweifelhaft. Der Kulminationspunkt gesellschaftlicher Entropie ist der Bürgerkrieg.

¹Manfred Wöhlcke, Das Ende der Zivilisation. Über soziale Entropie und kollektive Selbstzerstörung, dtv, München 2003

Betz verweist seinerseits darauf, dass außer ihm auch andere Wissenschaftler und Experten die Lebensverhältnisse in mehreren großen westlichen Staaten bereits inmitten eines Bürgerkriegs niedrigen Grades, d.h. eines molekularen Bürgerkriegs, angekommen sehen. In Frankreich unterzeichneten im Jahr 2021 deshalb tausend Angehörige der Streitkräfte, darunter 20 pensionierte Generäle, einen offenen Brief, in dem sie vor einem drohenden Bürgerkrieg warnten.

Zur Untermauerung seiner Thesen schlägt Betz zunächst in der Literatur zu Bürgerkriegen nach. Demnach herrsche Einigkeit in zwei Punkten: Erstens seien Bürgerkriege kein Problem für reiche Staaten, und zweitens seien Länder mit einer stabilen, vom Volk legitimierten Regierung weitgehend frei von diesem Phänomen. Demokratien, die als legitim wahrgenommen werden, seien ebenso stabil wie starke Autokratien. Im ersten Fall wegen des Vertrauens in ein gerechtes politisches System; im zweiten Fall wegen des Repressionsapparats, der Oppositionelle identifiziert und »einhegt« oder bestraft, bevor sie Wirkung entfalten (aktuelle Beispiele sind Saudi-Arabien, Singapur, Türkei, VAE).

Ein wesentlicher Treiber in Richtung Bürgerkrieg ist die – insbesondere ethnische – Fragmentierung einer Gesellschaft. Bereits 1991 bezichtigte der US-amerikanische Historiker und Präsidentenberater Arthur M. Schlesinger in seinem Buch »The Disuniting of America: Reflections on a Multicultural Society« den »Kult der Ethnizität«, die Einheit der US-amerikanischen Gesellschaft zunehmend zu untergraben. Betz unterstreicht, dass vollkommen heterogene Gesellschaften nicht anfälliger für Bürgerkriege seien als sehr homogene. Die Tendenz, Gesellschaften in eine unüberschaubare Zahl kleiner und kleinerer Minderheiten zu zerspalten, folge dem Prinzip »teile und herrsche« als einem wirksamen Kontrollmechanismus zur Steuerung einer Bevölkerung und zur Herrschaftssicherung. Auch solche Gesellschaften, in denen sich etwa gleichstarke Minderheiten gegenseitig misstrauen und zugleich in Schach halten, ist die Gefahr eines Bürgerkriegsausbruchs gering. Am meisten gefährdet und am instabilsten gelten indessen »mäßig homogene« Gesellschaften, insbesondere dann, wenn eine nominelle Mehrheit oder eine bedeutende Minderheit einer dominanten Gruppe eine Änderung ihres Status erfährt, der mit einem Einfluss- und Mitgestaltungsverlust einhergeht oder als politische Niederlage empfunden wird. Wenn sie also nicht mehr darüber entscheiden kann, welche Sprache gesprochen wird, welche Gesetze durchgesetzt werden, welche Traditionen verehrt werden. Wenn sie andererseits aber über die Mittel verfügt, auf eigene Faust zu revoltieren, dann sei es nicht mehr weit zur Insurrektion.

Zum Phänomen des gesellschaftlichen Stabilitätsankers »Vertrauen« hat u.a. der Politikwissenschaftler und ehemalige Professor an der Harvard Kennedy School, Robert David Putnam, geforscht. Er gilt als einer der einflussreichsten Soziologen der Gegenwart. Im Rahmen seiner Untersuchungen kommt er zum Schluss, dass es einen Zusammenhang zwischen Vielfalt einer Gesellschaft und Misstrauen unter deren Mitgliedern gibt: Je diverser die Gruppe, desto weniger vertrauen sich deren Mitglieder untereinander. Dies gelte in Los Angeles, eine der Städte mit dem größten Bevölkerungs-Mix weltweit, genauso wie im ländlichen Kansas. In sehr diversen Gemeinschaften, so die Analyse Putnams, trauen die Menschen sogar denen nicht mehr, die so sind wie sie selbst. Seine Ergebnisse würden sich unabhängig vom Standort bestätigen, sagte er: Je gemischter die Gesellschaft, desto misstrauischer würden die Leute. Sie zögen sich ins Private zurück, vor allem vor den Fernseher und ins Internet.

Zwar verwies Putnam in Interviews auf den Nutzen der Einwanderung für moderne Gesellschaften, da sie Kreativität und Energie freisetzen könnten. Als Beispiel nannte er in diesem Zusammenhang den überproportional hohen Anteil von Einwanderern unter den US-amerikanischen Nobelpreisträgern. Erfolgreiche Einwanderungsgesellschaften überwänden Putnam zufolge diese schwierige Anfangsphase auf längere Sicht und bildeten eine neue nationale oder kommunale Identität jenseits ethnischer Grenzen aus. Indessen ist die europäische Einwanderung in einen leeren Kontinent ohne Sozialsystem Ende des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts nicht mit der muslimischen Besiedlung europäischer Wohlfahrtsstaaten mit hoher Bevölkerungsdichte und einer mehr als zweitausend Jahre alten gewachsenen Tradition vergleichbar.

Darüber hinaus werde laut Betz die »politische Polarisierung« durch soziale Medien und Identitätspolitik verstärkt. Die digitale Vernetzung tendiere dazu, dass Menschen sich stärker und häufiger isoliert fühlen und sich in engeren Interessengruppen zusammenfänden. Jede dieser Gruppen werde durch sogenannte »Filterblasen« geschützt, in sorgfältig konstruierten Membranen des ideologischen Glaubens, die durch aktive und passive Befeuerung des Medienkonsums ständig verstärkt werden. Was man als »Stammeskonflikte« bezeichnen könnte, ist keineswegs auf die virtuellen Räume des Internets beschränkt. Vielmehr manifestiert es sich auch in physischen Auseinandersetzungen in einem sich selbst verstärkenden Rückkopplungszyklus. Aus den jüngsten Schlagzeilen ließen sich hierfür zahlreiche Beispiele anführen.

Wie abgeschliffen der zivilisatorische Firnis inzwischen ist, offenbarte die einstige Sprecherin der mittlerweile aufgelösten Weltuntergangsbewegung ›Letzte Generation Österreich‹, Marina Hagen-Canaval, in einem Interview mit dem Nachrichtenmedium oe24.at: »Ich wünsche Österreich eine viel schlimmere Nachfolgeorganisation, die von mir aus alles anzündet. Ich fände es nur angemessen

Zu diesem gärenden sozialen Mix gesellt sich schließlich noch die wirtschaftliche Dimension, die man nur als äußerst besorgniserregend bezeichnen kann. Nach allgemeiner Einschätzung hat der Westen bereits einen wirtschaftlichen Abschwung eingeleitet, eine längst überfällige, weit dramatischere Wiederholung der Finanzkrise von 2008, verbunden mit den Folgen einer Deindustrialisierung der westlichen Volkswirtschaften. Bemerkenswertes Nebenprodukt ist die fortschreitende »Entdollarisierung« des Welthandels, die durch die Sanktionen gegen Russland noch beschleunigt wurde und auch zu einem rasanten Anstieg der Kosten für Grundgüter wie Energie, Lebensmittel und Wohnraum führte.

In puncto »Finanzialisierung« der Wirtschaft, Schuldenaufnahmen und Konsum ist der Westen am Ende der Fahnenstange angelangt, was bedeutet, dass sich eine riesige Kluft hinsichtlich der Wohlstandserwartungen auftut. Wenn es noch etwas gibt, worüber sich die Fachliteratur in Sachen Revolutionsgründe einig ist, dann ist es die Gefahr, die von enttäuschten Erwartungen der Bürger ausgeht. Bislang wurde in solchen Situationen reflexhaft mit »Brot und Spiele« als altbewährtem Ausweg versucht, den »Mob« von seiner eigenen Misere abzulenken. Doch heutzutage lässt die Wirkung beider Methoden rapide nach, insbesondere dann, wenn selbst der einfache Konsum immer unerschwinglicher und die billige Unterhaltung immer teurer wird. Da dürften auch Billionenschulden – nach einem kurzen Strohfeuer – nichts mehr ändern.

Zusammenfassend meint Betz, dass bis vor einer Generation fast alle westlichen Länder weitgehend geschlossene Nationen waren, die jeweils ein mehr oder weniger ausgeprägtes Gefühl einer gemeinsamen Identität besaßen und ein gemeinsames Erbe bewahrten. Im Gegensatz dazu sind heute fast alle Staaten des Westens unzusammenhängende politische Einheiten, vereinzelte Puzzlestücke konkurrierender identitätsbasierter Stämme, die größtenteils in praktisch getrennten Parallelgesellschaften leben und immer offensichtlicher und gewalttätiger um die schwindenden gesellschaftlichen Ressourcen konkurrieren. Darüber hinaus stecken ihre Volkswirtschaften in einem strukturellen Elend fest, das nach Ansicht sachkundiger Beobachter unweigerlich zum systemischen Zusammenbruch führt.

Des Weiteren ist Betz der Meinung, das Beste, was dem Westen angesichts dieser Lage widerfahren könne, sei das Niveau der Abscheulichkeiten der zentralamerikanischen Bürgerkriege der 1970er und 1980er Jahre. In einem solchen Fall sei zumindest dem Teil der Bevölkerung ein »normales« Leben möglich, der reich genug ist, sich vor den Schauplätzen politischer Attentate, vor Todesschwadronen, staatlicher Repressalien sowie vor Sabotage und einer blühenden Kriminalität abzuschotten, die typisch für implodierende Gesellschaften seien.

Wenn der Extremismus in allen möglichen Gemeinschaften sichtbar wird

Während der letzten dreißig Jahre hat sich der Westen überflüssigerweise in Bürgerkriege überall auf der Welt eingemischt. Er hätte lernen können, dass es unmöglich ist, eine geeinte und zugleich vielfältige Gesellschaft aufrechtzuerhalten, wenn Nachbarn damit beginnen, die Kinder des jeweils anderen zu entführen und mit Schlagbohrmaschinen zu ermorden, die Kultstätten der anderen in die Luft zu jagen, Lehrer oder Religionsführer der anderen abzuschlachten und bei Gottesdiensten unter den Gläubigen Massaker zu verüben. Ungefähr 75 Prozent der Bürgerkriege nach dem Kalten Krieg waren ethnisch und/oder religiös fundiert.

In der wissenschaftlichen Literatur werden die Szenarien möglicher künftiger Bürgerkriege im Westen angedeutet. Demnach ist nicht, wie im US-amerikanischen Sezessionskrieg (1861-1865), mit dem Zusammenprall schlagkräftiger Heere auf den Schlachtfeldern zu rechnen. Das gegenseitige Schlachten wird vielmehr als ein Kampf aller gegen alle vermutet, ein Kampf zwischen Nachbarn, entlang der Bruchlinien des Glaubens (bzw. Ideologie), der Ethnie (z.B. Hautfarbe) und der Religion.

Die Natur der Religion bzw. des Glaubens ist eine nähere Betrachtung wert. Denn im Wesentlichen handelt es sich bei der Religion bzw. dem Glauben, um die es geht, um die Akzeptanz der Grundsätze einer jeweils spezifischen »Identitätspolitik« durch alle gesellschaftlichen Gruppen hindurch.

Identitätspolitik kann als eine Politik definiert werden, in der Menschen mit einer bestimmten eigenen religiösen, ethnischen, sozialen oder kulturellen Identität dazu neigen, ihre Partikularinteressen oder Anliegen ohne Rücksicht auf die Interessen oder Anliegen der Allgemeinheit zu verfolgen. Sie ist offenkundig postnational. Vor allem deshalb sind nach Ansicht von Betz künftige Bürgerkriege im Westen nicht nur wahrscheinlich, sondern praktisch unvermeidlich.

Die Städte werden fallen

Ein zentraler Verstärker dieser Entwicklung sei insbesondere die soziale Realität in immer mehr Quartieren. Als negative Beispiele dienen die französischen Banlieues. In vielen dieser Brennpunktviertel leben große muslimische Bevölkerungsgruppen räumlich konzentriert, häufig mit hoher Jugendarbeitslosigkeit und geringer sozialer Durchlässigkeit. Wer dort aufwächst, wächst oft in einen abgeschlossenen sozialen Raum hinein, besucht Schulen mit überwiegend muslimischer Schülerschaft und hat kaum Berührungspunkte mit der Lebenswelt der übrigen Gesellschaft. Integration erscheint nicht erstrebenswert, weil Anerkennung außerhalb der eigenen Gemeinschaft als unerreichbar gilt. In diesem Umfeld wird Religion zum identitätsstiftenden Anker.

Die ethnische Fragmentierung einer Stadt kann ein hinreichender, muss aber nicht unbedingt ein notwendiger Grund für den Absturz ins Chaos sein. Indessen zeichnen sich insbesondere zahlreiche westliche, stark von Einwanderung betroffene Städte oder Stadtteile, durch eine ethnische Zersplitterung aus, die sich zu ethnischen Enklaven, sogenannten Mikrostaaten, innerhalb einer Stadt oder eines Stadtviertels ausprägen können. Gemeint sind damit Gebiete, in denen eine oft informell organisierte, ethnisch oder ideologisch dominante Gruppe, die eine hohe Autonomie, ideologische (z.B. religiöse) Identität und kulturelle Eigenständigkeit pflegt, eine hohe Konzentration aufweist und eine so starke eigene soziale, kulturelle und wirtschaftliche Infrastruktur aufgebaut hat, dass sie im Wesentlichen als eine unabhängige Einheit innerhalb der größeren Stadt funktioniert.

Solche Enklaven, die sich wie autonome Einheiten verhalten, entstehen meist durch Migration, wenn Menschen mit ähnlicher Herkunft und Abstammung in einem bestimmten städtischen Gebiet zusammenfinden, um ihre Kultur, Sprache und Traditionen zu bewahren. Diese Gebiete entwickeln oft eigene soziale Strukturen mit eigenen Regeln, mit eigenen Geschäften, Restaurants, religiösen Einrichtungen, kulturellen Zentren und sogar informellen sozialen Unterstützungsnetzwerken, die parallel zu den offiziellen städtischen Strukturen existieren. Es herrscht ein hohes Maß an kultureller Abgrenzung. Solche Mikrostaaten können sich zu abgeschotteten Parallelgesellschaften entwickeln. So bieten Moscheen, religiöse Vereine und extremistische Prediger Zugehörigkeit, Orientierung und klare Regeln. Dieser Prozess ist selbstverstärkend: Je stärker sich Gruppen abschotten, desto größer werde das Misstrauen gegenüber »den Anderen«, desto höher die Bereitschaft zur Eskalation. Die Gesellschaft zerfalle zunehmend in verfeindete Stämme, deren Konflikt nicht mehr als legitimer Streit unter Mitbürgern, sondern als existenzieller Kampf wahrgenommen werde. Im Extremfall könnten sich Enklaven mit Scharia-Recht und einer eigenen bewaffneten Identität herausbilden und als Brandherde des Aufruhrs selbst entzünden.

Sie zerfallen zu Nährböden für Krankheiten, Umweltverschmutzung, Kriminalität und Chaos. Die marode Infrastruktur – Strom, Wasser, Verkehr – bricht zusammen. Das öffentliche Leben gleitet infolge der Auflösung staatlicher Ordnungen in einen Zustand der Anarchie ab, geprägt von fehlender staatlicher Kontrolle und der Herrschaft von Banden und/oder Milizen.

Das eigentliche Risiko liegt nicht im Wachstum einer religiös begründeten Weltanschauung, sondern im Verlust eines gemeinsamen Referenzrahmens. Wenn der gesellschaftliche Konsens darüber zerbricht, was Vorrang hat – religiös behauptete Gebote oder staatliches Recht, kollektive Identität oder individuelle Freiheit –, wird ein Kompromiss unmöglich. Ob es zu einem offenen Drei-Fronten-Bürgerkrieg kommt, bleibt noch spekulativ.

Diese drei Fronten wären

  • die Regierung (inkl. Polizei, evtl. Militär) einer postmodernen, postnationalen, postfaktischen »Funktionselite« (Anywheres),
  • die einheimisch-angestammte, wertschöpfende und noch annähernd homogene Mehrheitsbevölkerung (Somewheres) sowie
  • die nicht-einheimischen Gemeinschaften, insbesondere muslimische Bevölkerungsgruppen, die sich teilweise als nicht assimilierbar erwiesen haben (evtl. in Kollaboration mit Linksextremisten, sog. ›Islamo-Gauchistes‹).

Es wäre der perfekte »Mexican Stand-off«, der von keiner Seite gewonnen oder beendet werden kann. Im Westernfilm »Zwei glorreiche Halunken« (Originaltitel: Il buono, il brutto, il cattivo) von Sergio Leone wird der Mexican Stand-off als finales Triell dargestellt, in dem sich die Parteien mit gezogenen und aufeinander gerichteten Waffen in einer ausweglos erscheinenden Situation gegenüberstehen.

Dabei darf nicht vergessen werden, dass der Westen seit 2021 Hunderttausende nicht deklarierter moderner Kriegswaffen in die Ukraine lieferte, die sich mitten in einem Bürgerkrieg befindet. Die Grenze, die Europa von diesem Gebiet »trennt«, ist eine der für den Schmuggel durchlässigsten Grenzen weltweit. Die EU-Grenzschutzagentur Frontex befürchtet konkret, dass Kriminelle vor allem versuchen werden, über die Grenze zu Moldau (Moldawien) hochwertige Militärwaffen, darunter tragbare Flugabwehr- und Panzerabwehrraketen, in die Europäische Union zu schmuggeln.

Urbane Räume als Sollbruchstellen

Städte gelten als Zentren von Ordnung, Austausch und kultureller Vielfalt. Doch in der Stadtsoziologie und Sicherheitsforschung wird seit einigen Jahren auch eine gegenteilige Entwicklung untersucht: die schrittweise Erosion urbaner Ordnung bis hin zu sogenannten »verwilderten Städten«. Die Transformation eines ehemals funktionierenden Sozialraums (Stadt, Stadtteil, Region) in eine ›Feral City‹, eine gescheiterte Stadt, eine ethnische Enklave oder im Extremfall einen ethnischen Mikrostaat lässt sich in der Stadtsoziologie, Politikwissenschaft und Sicherheitsforschung anhand mehrerer Indikatoren und Entwicklungsstufen nachvollziehen. Die Begriffe beschreiben urbane Räume, in denen die staatliche Kontrolle weitgehend verloren geht oder verloren ist. Solche Entwicklungen verlaufen in der Regel nicht abrupt, sondern in mehreren erkennbaren Phasen. Im Folgenden eine systematische Darstellung der typischen Stadien und Warnsignale, anhand derer sich die Abwärtsspirale ablesen lässt.

Am Anfang steht meist eine allmähliche soziale Erosion. Wirtschaftliche Probleme, steigende Arbeitslosigkeit oder demografische Veränderungen können dazu führen, dass sich Bevölkerungsgruppen räumlich voneinander trennen (white flight). Stadtteile beginnen sich ethnisch oder sozial zu segregieren. Gleichzeitig sinkt das Vertrauen in staatliche Institutionen, und informelle Strukturen – etwa eigene Netzwerke, religiöse Organisationen oder Parallelökonomien – gewinnen an Bedeutung. In dieser Phase ist der Sozialraum formal noch funktional, aber erste strukturelle Spannungen entstehen. Typische Anzeichen sind

  • Demografische Segregation: Zunehmende räumliche Trennung von Bevölkerungsgruppen; ethnische oder religiöse Clusterbildung.
  • Verlust sozialer Kohäsion: Sinkendes Vertrauen in Institutionen; Rückgang zivilgesellschaftlicher Aktivitäten.
  • Parallelstrukturen: Informelle Ökonomien; eigene religiöse, kulturelle oder soziale Institutionen.

In der Stadtsoziologie wird diese Phase häufig mit Konzepten wie Urban Segregation oder Fragmentierung beschrieben.

In einer zweiten Phase verfestigen sich Parallelgesellschaften. Bestimmte Viertel entwickeln eigene soziale Regeln und wirtschaftliche Strukturen, die nur noch teilweise mit der offiziellen Ordnung übereinstimmen. Informelle Autoritäten – etwa Clanstrukturen, lokale Machtgruppen oder kriminelle Netzwerke – übernehmen zunehmend Funktionen, die eigentlich staatlichen Institutionen vorbehalten sind. Polizei und Verwaltung bleiben zwar präsent, verlieren aber faktisch Einfluss auf einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens. Beobachtbare Symptome:

  • die Polizei verliert faktisch Kontrolle über Teilräume
  • Schulen und Verwaltung funktionieren eingeschränkt
  • Steigende Gewaltkriminalität
  • Wohnsegregation verstärkt sich.

In der Forschung wird diese Phase häufig als »No-Go-Zonen«-Debatte diskutiert (wissenschaftlich umstritten).

Darauf kann die Entstehung stabiler Enklaven folgen. In solchen Vierteln dominiert eine bestimmte ethnische, religiöse oder kulturelle Gemeinschaft deutlich. Eigene Geschäfte, Medien, religiöse Einrichtungen und soziale Netzwerke schaffen eine weitgehend selbsttragende Infrastruktur. Wichtig ist jedoch: Nicht jede ethnische Enklave stellt ein Problem dar. Viele entstehen schlicht durch Migration und kulturelle Nähe – und funktionieren dennoch innerhalb der staatlichen Ordnung. Kritisch wird die Situation erst dann, wenn sich eine Proto-Autonomie / de-facto-Autonomie herausbildet. In dieser Phase übernehmen informelle Machtstrukturen zunehmend die Kontrolle über Territorium, Konfliktlösung und wirtschaftliche Aktivitäten. Paralleljustiz, Schattenwirtschaft und selektive Durchsetzung staatlicher Regeln können typische Symptome sein. In der Forschung spricht man hier häufig von »Ungoverned Urban Spaces«, also urbanen Räumen mit eingeschränkter staatlicher Steuerungsfähigkeit. Typische Anzeichen sind

  • Territoriale Kontrolle: Gangs, Milizen oder Clans kontrollieren Straßenzüge
  • Selektive Durchsetzung staatlicher Regeln: Polizei nur punktuell präsent
  • Paralleljustiz: informelle Schiedsgerichte, Friedensrichter
  • Ökonomische Autonomie: Schattenwirtschaft (inkl. Schwarzmarkt) dominiert.

Das abschließende Ende dieser Entwicklung sind die Feral City oder Mikrostaat-Strukturen – eine Stadt, in der staatliche Strukturen weitgehend kollabiert sind. Verwaltung, Sicherheit und öffentliche Dienstleistungen funktionieren nur noch rudimentär oder gar nicht mehr. Bewaffnete Gruppen kontrollieren Teile des Stadtgebiets, während die Bevölkerung sich auf informelle Netzwerke oder lokale Machthaber stützen muss. Solche Zustände entstehen fast ausschließlich in Kontexten schwerer staatlicher Krisen oder Bürgerkriege, wie sie etwa in Städten wie Port-au-Prince (Haiti), Mogadischu oder während der Kämpfe um Aleppo im Verlauf des Syrischen Bürgerkriegs zu beobachten waren.

Für Forscher gelten daher mehrere zentrale Frühindikatoren: zunehmende demografische Segregation, wachsende Schattenwirtschaft, steigende Gewaltkriminalität, der Rückzug staatlicher Institutionen sowie das Auftreten informeller Autoritäten, die soziale Regeln durchsetzen. Entscheidend ist jedoch die Differenzierung: Nicht jedes benachteiligte Viertel und nicht jede ethnische Nachbarschaft ist ein Vorbote urbanen Zerfalls. Erst wenn mehrere dieser Faktoren zusammenkommen und staatliche Steuerungsfähigkeit dauerhaft erodiert, sprechen Experten von einer Entwicklung in Richtung einer »verwilderten« Stadt.

Dennoch: Viele westeuropäische Städte sind bereits infrastrukturelle Ruinen. Die Verwahrlosung des öffentlichen Raums ist oft so prekär, dass es nur eines kleinen Stoßes bedarf, um sie [die Infrastruktur] zu zerstören. Kurz gesagt, das ist die strategische Logik, die heute von politischen Extremisten jeder politischen Couleur sowie von mit Terroristen (Dschihadisten) verbündeten Familienclans, offen zur Schau gestellt wird. Sie beabsichtigen, den Zusammenbruch der heterogenen Großstädte herbeizuführen und kaskadierende Krisen auszulösen, die zu einem Systemversagen und einer Zeit des Massenchaos führen, die sie in der relativen Sicherheit der relativ homogenen, abgeschiedenen ländlichen Regionen auszusitzen beabsichtigen, so David Betz.

Die größte Gefahr bestehe mithin in der Verwundbarkeit der Infrastruktur gegenüber jeder Art von Angriffen und Angreifern, gegen die sie ungeschützt ist (und wahrscheinlich auch nicht geschützt werden kann). Verwundbar ist das Stromnetz ebenso wie das Kommunikationsnetz. Die Verkehrsinfrastruktur ist nicht nur stark heruntergekommen. Auch die vielen Brücken und Tunnel stellen bekannte Engpässe dar, die leicht angegriffen werden können. Darüber hinaus basieren die Lieferketten der Lebens- und Arzneimittelversorgung auf Just-in-time-Netzwerken, die äußerst störanfällig sind. Den meisten modernen Stadtbewohnern steht nur ein begrenzter Lebensmittelvorrat für wenige Tage zur Verfügung.

Eine weitere, wichtige Infrastruktur ist die Informationsinfrastruktur. Sie hat mindestens drei miteinander verbundene Aspekte oder Ebenen. Erstens könne es Angriffe auf die Informationsinfrastruktur geben, mit der Absicht, die Kommunikation über die normalen Medien zu unterbinden. Damit werden die Ängste und Befürchtungen der Bevölkerung verstärkt, vom Informationsgeschehen abgekoppelt zu werden. Zugleich werden die Bemühungen der Regierung untergraben, auf mehrere und sich überlagernde Krisen zu reagieren. Wie im Transport- und Energiebereich ist dies nicht besonders schwierig, da die Infrastruktur kaum bewacht, weitverbreitet und gut bekannt ist.

Wie ernst die Lage ist, macht ein Detail beim Bahnprojekt Stuttgart 21 deutlich. Zum Schutz der Stellwerke (Weichen) vor Sabotage werden die benötigten Leitungen dreifach redundant, unterirdisch und weit voneinander getrennt, verlegt. Auch die überall aufgestellten Fahrzeugsperren sind ein Alarmsignal. Heute wird praktisch jede größere Veranstaltung, jeder Weihnachtsmarkt und jedes Volksfest von ihnen gesäumt – aufgrund einer anhaltenden Bedrohungslage, die konkret zu adressieren den meisten Politikern schwerfällt. Normal funktionierende Gesellschaften bräuchten keine, auf solche Fälle ausgerichtete Abwehrmechanismen.

Im Falle ernsthafter Angriffe auf die kritische Transport- und Logistikinfrastruktur stünden die Sicherheitsbehörden vor einer gigantischen Herausforderung an gleich zwei Fronten. Erstens müssten sie ein riesiges und verteiltes System schützen, das im Allgemeinen unbewacht und extrem anfällig gegenüber Angreifern ist, die die Schwachstellen genau kennen. Zweitens müssten sie gleichzeitig versuchen, die soziale Kontrolle über die Städte voll hungriger, frierender, wütender, verängstigter und sozial atomisierter Menschen aufrecht zu erhalten, die buchstäblich und im übertragenen Sinne plötzlich in die Dunkelheit gestoßen wurden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Bürgerkriege, die dem Westen bevorstehen könnten, ethnische Grenzen aufweisen dürften, was angesichts der relativen Verteilung der Bevölkerungsgruppen stark darauf schließen lässt, dass sie einen ausgeprägten ländlichen bzw. städtischen Charakter haben werden. Ihre strategische Logik wird darin bestehen, durch Angriffe auf die Infrastruktur die Lähmung von Metropolen herbeizuführen, um ein kaskadierendes Systemversagen zu verursachen, das zu unkontrollierbaren Unruhen führt und einen weiteren raschen Niedergang nach sich zieht. Die angewandten Taktiken sind plausibel, da die Stabilität moderner Städte selbst in den besten Zeiten fragil ist, eine Tatsache, die von angesehenen Wissenschaftlern festgestellt wurde und die angehende Revolutionäre rasch erkannt haben. In den kommenden »unruhigen Zeiten«, die von einem Aggregatzustand höchster Entropie gekennzeichnet sein dürften, werden viele Einkommensquellen, die im alten »fordistischen Jahrhundert« noch stabil waren, sich in Luft auflösen. Dies betrifft die Renten genauso wie die Pensionen, Mieterträge, Dividenden aus vielen Anlagen, Löhne und Gehälter sowie die Gewinne der KMUs.

Zusammenfassung: Die Entwicklungslogik auf einen Blick:

  • Segregation
  • Parallelgesellschaft
  • Enklave
  • De-facto Autonomie
  • Feral City / urbaner Staatszerfall.

Anmerkung: Auch wenn David Betz von der Zwangsläufigkeit seiner prognostizierten Szenarien ausgeht, heißt das nicht, dass sie tatsächlich eintreten (müssen). Vielmehr steht damit der Anspruch im Raum, darüber nachzudenken, was getan werden muss, um sie zu verhindern. Zu verzögern. Oder zumindest abzumildern.

© RiskCompass ›Strategic Horizon Report‹. Hinweis: Bei der Recherche und Analyse dieses Beitrags wurde unterstützend AI eingesetzt. Die redaktionelle Verantwortung für den Inhalt liegt bei der Redaktion. Alle Rechte vorbehalten, all rights reserved. Nachdruck und Weitergabe an Dritte untersagt.

 

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