{"id":2720,"date":"2024-06-27T14:44:37","date_gmt":"2024-06-27T12:44:37","guid":{"rendered":"https:\/\/riskcompass.info\/?p=2720"},"modified":"2024-06-27T14:44:37","modified_gmt":"2024-06-27T12:44:37","slug":"die-laender-suedamerikas-und-der-karibik-leiden-unter-den-folgen-der-klimakrise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/riskcompass.info\/?p=2720","title":{"rendered":"Die L\u00e4nder S\u00fcdamerikas und der Karibik leiden unter den Folgen der Klimakrise"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die Kombination aus dem Klimaph\u00e4nomen El Ni\u00f1o und dem Klimawandel hat Lateinamerika und die Karibik im vergangenen Jahr hart getroffen. D\u00fcrren, Hitzewellen, Waldbr\u00e4nde, sintflutartige Regenf\u00e4lle und Hurrikans haben in 2023 die Gesundheit, die Nahrungsmittel- und Energiesicherheit sowie die wirtschaftlichen Entwicklungen der Region massiv beeintr\u00e4chtigt.\u00a0<\/strong><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Das berichtete die UN-Weltorganisation f\u00fcr Meteorologie (WMO) am 15. Mai<strong>.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In ihrem Klimabericht f\u00fcr Latein Amerika und die Karibik best\u00e4tigte die WMO, dass es sich um das w\u00e4rmste Jahr seit den Wetteraufzeichnungen handelte und warnte vor einer beschleunigten Gletscherschmelze und einem raschen Anstieg des Meeresspiegels entlang der Atlantikk\u00fcste der Region, welche die K\u00fcstengebiete und kleinen Inselstaaten in der Karibik bedrohten.<\/p>\n\n\n\n<p>WMO-Generalsekret\u00e4rin Celeste Saulo sagte, dass die Klimagefahren im vergangenen Jahr Rekorde brachen: &#8222;In der zweiten H\u00e4lfte des Jahres 2023 trieben die mit El-Ni\u00f1o verbundenen Bedingungen die Hitzerekorde auf ein noch nie dagewesenes Niveau und verschlimmerten zahlreiche Extremereignisse. Dies ging einher mit steigenden Temperaturen und der Zunahme und Intensit\u00e4t von Gefahren, verursacht durch den menschengemachten Klimawandel&#8220;.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Als Beispiel f\u00fcr die verheerenden Ereignisse nannte Saulo den Hurrikan Otis der Kategorie 5, der die Stadt Acapulco an der mexikanischen Pazifikk\u00fcste heimsuchte und in der gesamten Region Dutzende von Todesopfern, Sch\u00e4den in Milliardenh\u00f6he und gro\u00dfes Ungl\u00fcck verursachte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Sie erw\u00e4hnte au\u00dferdem die Fluss\u00fcberschwemmungen, die viele Teile der Region ins Elend st\u00fcrzten, sowie die schweren D\u00fcrren, die den Wasserstand des R\u00edo Negro in Brasilien auf einen historischen Tiefstand sinken lie\u00dfen und auch den Schiffsverkehr im Panamakanal stark beeintr\u00e4chtigten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In Bezug auf die Niederschl\u00e4ge verweist der Bericht darauf, dass der \u00dcbergang von La Ni\u00f1a zu El Ni\u00f1o in der Jahresmitte zu einer erheblichen Ver\u00e4nderung der Niederschlagsverteilung gef\u00fchrt hat. Viele Gebiete, die zuvor unter D\u00fcrren oder \u00dcberschwemmungen infolge von La Ni\u00f1a gelitten hatten, litten nun unter den Auswirkungen des gegenteiligen Ph\u00e4nomens \u2012 wie in Brasilien, wo \u00dcberschwemmungen und Erdrutsche zahlreiche Opfer und schwere wirtschaftliche Verluste sowie massive Vertreibungen der Bev\u00f6lkerung verursachten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In den karibischen L\u00e4ndern Jamaika, Haiti und Dominikanische Republik kam es zu sintflutartigen Regenf\u00e4llen. In der Dominikanischen Republik starben dabei mindestens 21 Menschen. Andererseits wurde der gr\u00f6\u00dfte Teil Zentralamerikas und Mexikos von einer intensiven D\u00fcrre heimgesucht, die durch Hitzewellen noch versch\u00e4rft wurde. 76 Prozent des mexikanischen Staatsgebiets litten Ende des Jahres unter Trockenheit.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch in der n\u00f6rdlichen H\u00e4lfte S\u00fcdamerikas f\u00fchrte El Ni\u00f1o zu einer weit verbreiteten D\u00fcrre. Die kumulierten Niederschl\u00e4ge zwischen Juni und September lagen in gro\u00dfen Teilen des Amazonasbeckens weit unter dem Durchschnitt. Von Juli bis September fielen in acht brasilianischen Bundesstaaten die geringsten Niederschl\u00e4ge seit mehr als 40 Jahren. Im Amazonasgebiet wurde der niedrigste Pegelstand des R\u00edo Negro seit Beginn der Beobachtungen im Jahr 1902 verzeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch in der subtropischen Zone S\u00fcdamerikas herrschte D\u00fcrre und im Rio de la Plata-Becken, insbesondere in Uruguay, Nordargentinien und S\u00fcdbrasilien, kam es zu Wasserknappheit. Dort sanken die Wasserreserven auf ein kritisches Niveau. In Uruguay war der Sommer 2023 der trockenste seit 42 Jahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die WMO gab an, dass die Katastrophen und der Klimawandel die Landwirtschaft und die Ern\u00e4hrungssicherheit in der Region stark beeintr\u00e4chtigten, was 13,8 Millionen Menschen in eine akute Ern\u00e4hrungskrise st\u00fcrzte. Das betraf insbesondere Zentralamerika und die Karibik, sowie Ecuador und Peru, wo auch die Fischerei aufgrund der steigenden Meerestemperatur zur\u00fcckging.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Diese wechselnden Klimaph\u00e4nomene haben auch Auswirkungen auf den Tourismus in Lateinamerika und vor allem in der Karibik. Denn sie sind in h\u00f6chstem Ma\u00dfe gesundheitsgef\u00e4hrdend. Die WMO warnt, das Hitzewellen, der Rauch von Waldbr\u00e4nden, Sandstaub und Luftverschmutzung zu Herz-Kreislauf- und Atemwegsproblemen f\u00fchren k\u00f6nnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem erweitert die ver\u00e4nderte Verteilung der Niederschl\u00e4ge das geografische Verbreitungsgebiet von Krankheiten wie Malaria und Dengue-Fieber, deren F\u00e4lle selbst in Gebieten, in denen sie vorher nicht auftraten, alarmierend zugenommen haben.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/wmo.int\/es\/news\/media-centre\/el-nino-y-los-efectos-del-cambio-climatico-azotaron-america-latina-y-el-caribe-en-2023\">Quelle:WMO<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kombination aus dem Klimaph\u00e4nomen El Ni\u00f1o und dem Klimawandel hat Lateinamerika und die Karibik im vergangenen Jahr hart getroffen. D\u00fcrren, Hitzewellen, Waldbr\u00e4nde, sintflutartige Regenf\u00e4lle und Hurrikans haben in 2023 die Gesundheit, die Nahrungsmittel- und Energiesicherheit sowie die wirtschaftlichen Entwicklungen der Region massiv beeintr\u00e4chtigt.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2721,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26,39],"tags":[170],"class_list":["post-2720","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-reisesicherheit","category-sicherheit","tag-suedamerika"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/riskcompass.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2720","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/riskcompass.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/riskcompass.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/riskcompass.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/riskcompass.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2720"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/riskcompass.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2720\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/riskcompass.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/2721"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/riskcompass.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2720"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/riskcompass.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2720"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/riskcompass.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2720"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}