{"id":2180,"date":"2023-01-17T10:28:00","date_gmt":"2023-01-17T09:28:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.geschaeftsreisekontakt.de\/?p=1468"},"modified":"2023-01-17T10:28:00","modified_gmt":"2023-01-17T09:28:00","slug":"schaeden-von-mehr-als-250-milliarden-euro-durch-naturkatastrophen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/riskcompass.info\/?p=2180","title":{"rendered":"<strong>Sch\u00e4den von mehr als 250 Milliarden Euro durch Naturkatastrophen<\/strong>"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die gerade ver\u00f6ffentlichte \u201eNaturkatastrophenbilanz 2022\u201c des R\u00fcckversicherers Munich Re beziffert die in 2022 weltweit entstandenen Sch\u00e4den auf 252 Milliarden Euro. Im Jahr zuvor waren die Gesamtsch\u00e4den mit knapp 300 Milliarden Euro zwar noch h\u00f6her, aber das Jahr 2022 ordnet sich in die Reihe der letzten f\u00fcnf Schadensjahre ein.\u00a0<\/strong><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die extrem hohe Schadensbilanz der Naturkatastrophen in den vergangenen Jahren erkl\u00e4rt sich nicht zuletzt daraus, dass diese eigentlich Umweltkatastrophen sind. Das best\u00e4tigt auch Thomas Blunck, der f\u00fcr diesen Bereich zust\u00e4ndige Vorstand der Munich Re. Er zeigt sich wenig optimistisch: \u201eDer Klimawandel fordert zunehmend Tribut. Die Naturkatastrophenbilanz 2022 ist dominiert von Ereignissen, die nach dem Stand der Forschung st\u00e4rker oder h\u00e4ufiger werden. Manche auch beides zugleich.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Den gr\u00f6\u00dften finanziellen Schaden von rund 93 Milliarden Euro verursachte 2022 der Hurrikan \u201eIan\u201c in den USA, der im September mit Windgeschwindigkeiten von fast 250 km\/h auf die Westk\u00fcste Floridas traf. Solche starken St\u00fcrme wie \u201eIan\u201c passen zu den erwarteten Folgen des Klimawandels, schreibt der M\u00fcnchner R\u00fcckversicherer in seiner Bilanz. Zwar gingen die Forscher mehrheitlich nicht davon aus, dass durch die Erderw\u00e4rmung die Zahl der tropischen Wirbelst\u00fcrme steige, wohl aber die Zahl der besonders starken St\u00fcrme mit extremen Regenf\u00e4llen. Der Klimawandel verst\u00e4rke generell die Wetterextreme.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Beispiel des Hurrikans \u201eIan\u201c zeigt sich noch ein weiteres Problem: der Unterschied zwischen den reichen und armen Teilen der Welt. Denn nur die reichen L\u00e4nder k\u00f6nnen die hohen Pr\u00e4mien der R\u00fcckversicherer bezahlen, um den Gro\u00dfteil der durch Naturkatastrophen entstehenden Sch\u00e4den abzusichern. Von den Gesamtsch\u00e4den in den USA waren rund 55 Milliarden Euro versichert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz anders sieht es in Pakistan aus, wo im vergangenen Jahr die gr\u00f6\u00dfte humanit\u00e4re Katastrophe stattfand. Dort hatte es aufgrund sehr schwerer Monsun-Regenf\u00e4lle ausgedehnte \u00dcberschwemmungen gegeben, die durch die beschleunigte Gletscherschmelze infolge steigender Temperaturen noch verst\u00e4rkt wurden. Mindestens 1.700 Menschen kamen in dem Hochwasser ums Leben, die direkten Sch\u00e4den werden auf rund 14 Milliarden Euro gesch\u00e4tzt, versichert war davon fast nichts. Zahllose Menschen verloren ihr gesamtes Hab und Gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Vorstand Blunck weist ausdr\u00fccklich darauf hin: \u201eEs ist erschreckend, was sich immer wieder zeigt: Naturkatastrophen treffen Menschen in \u00e4rmeren L\u00e4ndern besonders stark. Pr\u00e4vention und finanzielle Absicherung etwa durch Versicherungen m\u00fcssen daher h\u00f6here Priorit\u00e4t bekommen.\u201c Von den letztj\u00e4hrigen weltweiten Gesamtsch\u00e4den (252 Mrd. \u20ac) waren nur rund 110 Milliarden Euro versichert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Neben den immer deutlicher werdenden Folgen des Klimawandels war im vergangenen Jahr noch ein zweiter Faktor f\u00fcr die Naturkatastrophen-Bilanz wichtig: Im dritten Jahr in Folge herrschten La-Ni\u00f1a-Bedingungen, ein Klimaph\u00e4nomen, das im S\u00fcdpazifik entsteht. Dadurch erh\u00f6ht sich die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr Hurrikane in Nordamerika, f\u00fcr Hochwasser in Australien, Hitze und Trockenheit in China oder st\u00e4rkere Monsun-Niederschl\u00e4ge in Teilen S\u00fcdasiens.<\/p>\n\n\n\n<p>Extreme Hitze und D\u00fcrre gefolgt von starken Gewittern mit schwerem Hagel pr\u00e4gten den Sommer in vielen L\u00e4ndern Europas. In Deutschland und Italien f\u00fchrten Fl\u00fcsse so wenig Wasser, dass die kommerzielle Schifffahrt stark beschr\u00e4nkt werden musste. Hitze und Trockenheit beg\u00fcnstigten Waldbr\u00e4nde &#8211; die dabei verbrannte Fl\u00e4che in der Europ\u00e4ischen Union war mit rund 800.000 Hektar&nbsp;<a href=\"https:\/\/effis.jrc.ec.europa.eu\/apps\/effis.statistics\/seasonaltrend\">zweieinhalb Mal so gro\u00df wie im Schnitt der vorherigen 15 Jahre<\/a>. Auch wenn durch Unwetter und Hagelst\u00fcrme Milliarden-Sch\u00e4den entstanden \u2013 wie in den USA war auch hier der weitaus gr\u00f6\u00dfte Teil versichert.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.munichre.com\/de\/unternehmen\/media-relations\/medieninformationen-und-unternehmensnachrichten\/medieninformationen\/2023\/naturkatastrophen-bilanz-2022.html\">Quelle: Munich RE<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die gerade ver\u00f6ffentlichte \u201eNaturkatastrophenbilanz 2022\u201c des R\u00fcckversicherers Munich Re beziffert die in 2022 weltweit entstandenen Sch\u00e4den auf 252 Milliarden Euro. 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