{"id":159954,"date":"2025-05-05T13:57:27","date_gmt":"2025-05-05T11:57:27","guid":{"rendered":"https:\/\/riskcompass.info\/?p=159954"},"modified":"2025-05-05T13:57:27","modified_gmt":"2025-05-05T11:57:27","slug":"transparency-deutschland-kritisiert-koalitionsvertrag-der-kuenftigen-regierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/riskcompass.info\/?p=159954","title":{"rendered":"Transparency Deutschland kritisiert Koalitionsvertrag der k\u00fcnftigen Regierung"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die Anti Korruptionsorganisation transparency Deutschland (TID) hat den Koalitionsvertrag der neuen deutschen Regierung gepr\u00fcft und zeigt sich weitgehend unzufrieden. Mit Blick auf Lieferkettengesetz, Geldw\u00e4schebek\u00e4mpfung sowie Klima- und Umweltpolitik seien erhebliche R\u00fcckschritte zu erwarten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><strong>Alexandra Herzog<\/strong>, Vorsitzende von Transparency Deutschland, begr\u00fc\u00dft zwar das zentrale Ziel B\u00fcrokratieabbau. Das d\u00fcrfe aber in einer Zeit, wo die St\u00e4rkung der Demokratie notwendiger denn je sei, nicht zulasten demokratischer Beteiligungs- und Kontrollrechte gehen. Dass nun \u201eunbequeme\u201c Gesetze wie das deutsche Lieferkettengesetz ganz abgeschafft oder das Verbandsklagerecht massiv beschnitten werden sollen, sei \u00e4u\u00dferst bedenklich.<\/p>\n\n\n\n<p>Transparency Deutschland kritisiert den Beschluss zur Abschaffung des deutschen Lieferkettengesetzes (LkSG) scharf. &#8222;B\u00fcrokratieabbau darf niemals vorrangig vor Menschenrechten und Umweltschutz sein. Ohne ein nationales Lieferkettengesetz verspielt Deutschland wichtige Chancen f\u00fcr Korruptionspr\u00e4vention, Nachhaltigkeit und globale Wettbewerbsf\u00e4higkeit,\u201c so Herzog. Statt einer Streichung des LkSG schl\u00e4gt Transparency einen sogenannten risikobasierten Ansatz vor, der effiziente und b\u00fcrokratiearme Sorgfaltspflichten f\u00f6rdert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob der Koalitionsvertrag erfolgreich zur Bek\u00e4mpfung der Geldw\u00e4sche in Deutschland beitr\u00e4gt, werde davon abh\u00e4ngen, ob und wie die getroffenen Aussagen umgesetzt werden. Herzog: \u201ePositiv zu bewerten ist, dass eine &#8218;Suspicious Wealth Order&#8216; eingef\u00fchrt werden soll, wodurch eine vollst\u00e4ndige Beweislastumkehr erfolgt und formelle Eigent\u00fcmer den legalen Erwerb bestimmter risikobehafteter Verm\u00f6genswerte selbst nachweisen m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Positiv zu bewerten sei auch, dass mehr Transparenz \u00fcber wirtschaftlich Berechtigte hergestellt werden soll. Allerdings seien die Schwellen zur Offenlegung noch zu hoch. Au\u00dferdem m\u00fcsse die registerf\u00fchrende Stelle mit den notwendigen Ressourcen ausgestattet werden, um die Daten im Transparenzregister systematisch und gr\u00fcndlich \u00fcberpr\u00fcfen zu k\u00f6nnen. Schlie\u00dflich sollten Journalisten sowie zivilgesellschaftliche Akteure uneingeschr\u00e4nkten und unb\u00fcrokratischen Zugang zum Transparenzregister haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer kritischer Punkt ist die geplante Einschr\u00e4nkung von Transparenz sowie Beteiligungs- und Klagerechten im Umweltbereich. Das Umweltinformationsgesetz etwa soll \u201everschlankt\u201c und Verbandsklagerechte reduziert werden, was die Handlungsm\u00f6glichkeiten zivilgesellschaftlicher Akteure einschr\u00e4nkt. Herzog k\u00fcndigt an: \u201eHier wird Transparency sich weiterhin gemeinsam mit Umwelt- und Transparenzinitiativen daf\u00fcr einsetzen, dass Informations- und Beteiligungsrechte erhalten bleiben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.transparency.de\">https:\/\/www.transparency.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Anti Korruptionsorganisation transparency Deutschland (TID) hat den Koalitionsvertrag der neuen deutschen Regierung gepr\u00fcft und zeigt sich weitgehend unzufrieden. 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