{"id":1022205,"date":"2026-10-12T20:57:11","date_gmt":"2026-10-12T18:57:11","guid":{"rendered":"https:\/\/riskcompass.info\/?p=1022205"},"modified":"2026-10-14T21:12:36","modified_gmt":"2026-10-14T19:12:36","slug":"die-apokalypse-versicherung-der-milliardaere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/riskcompass.info\/?p=1022205","title":{"rendered":"Die Apokalypse-Versicherung der Milliard\u00e4re"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">In den USA \u2013 aber nicht nur dort \u2013 boomt das Gesch\u00e4ft mit dem Weltuntergang. Insbesondere die Cr\u00e8me de la Cr\u00e8me der Geldmachtklasse sorgt sich ums eigene \u00dcberleben. Meta-CEO Mark Zuckerberg besitzt daher auf der Hawaii-Insel Kauai ein 670 Hektar gro\u00dfes Grundst\u00fcck namens \u00bbKo\u2018olau Ranch\u00ab mit mehreren Dutzend Geb\u00e4uden. \u00dcber ein Tunnelsystem ist ein 465 Quadratmeter gro\u00dfer Bunker angebunden. Dieser unterirdische Schutzraum soll \u00fcber eine eigene Energie- und Lebensmittelversorgung verf\u00fcgen und seinen Bewohnern nach dem Zivilisationszusammenbruch ein autarkes Weiterleben sichern.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Die kleinere Hawaii-Insel Lanai vor der K\u00fcste von Maui geh\u00f6rt mittlerweile fast vollst\u00e4ndig dem Oracle-Milliard\u00e4r Larry Ellison. Google-Gr\u00fcnder Larry Page besitzt sogar mehrere Privatinseln, darunter Tavarua im s\u00fcdpazifischen Inselstaat Fidschi, Cayo Norte vor Puerto Rico sowie die zu den US-Virgin Islands geh\u00f6rigen Lollik-Inseln. W\u00e4hrend der sogenannten COVID-19-Pandemie verbrachte Page die meiste Zeit auf Tavarua. Auch Virgin-Chef Richard Branson herrscht \u00fcber ein privates karibisches Inselparadies, die exklusive, 28 Hektar gro\u00dfe Necker Island in den Britischen Jungferninseln.<\/span><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Ein argentinischer R\u00fcckzugsort f\u00fcr Tech-Unternehmer<\/span><\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">In der westargentinischen Provinz Mendoza, eine Autostunde \u00fcber Schotterwege vom n\u00e4chsten Ort Eugenio Bustos entfernt, liegt die Ranch Wamani \u2013 geplanter Zufluchtsort f\u00fcr den Fall einer globalen Katastrophe: rund 32.000 Hektar, etwa die f\u00fcnffache Fl\u00e4che Manhattans, mit einem \u00fcber 5.000 Meter hohen Gipfel, vier Quellen und mehr als 80 Kilometern interner Pisten. Der Name stammt aus dem Quechua und bedeutet sinngem\u00e4\u00df H\u00fcter der Berge. Eigent\u00fcmer ist eine Gruppe um den argentinisch-spanischen Unternehmer Mart\u00edn Varsavsky, 66, dessen Verm\u00f6gen Forbes auf rund 700 Millionen Dollar sch\u00e4tzt. Er h\u00e4lt die H\u00e4lfte, f\u00fcnf Mitinvestoren teilen sich den Rest, darunter der Tech-Unternehmer und heutige argentinische Botschafter in Washington, Alec Oxenford, sowie Dan Lubetzky, Gr\u00fcnder des Snack-Herstellers Kind. Investiert wurden bislang knapp zehn Millionen Dollar; etwa alle vier Monate kommt ein Geb\u00e4ude hinzu. Bisher sind ein paar Fertigh\u00e4user vorhanden, mehrere geod\u00e4tische Kuppeln, eine Schotterpiste und eine Landebahn. Es ist ein noch unfertiges Ferien- und Vorsorgeprojekt. Auch<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Grunds\u00e4tzlich setzt das Konzept auf Selbstversorgung, nicht auf Beton: Solarmodule auf den D\u00e4chern, geplante Rinderhaltung, wom\u00f6glich der Zukauf einer weiteren Fl\u00e4che f\u00fcr Ackerbau. Gepr\u00fcft wird au\u00dferdem, gro\u00dfe Sprachmodelle auf solarbetriebene Rechner zu laden, um bei einem Zusammenbruch der globalen Serverinfrastruktur ein eigenes, begrenztes Netz am Laufen zu halten. Varsavskys Begr\u00fcndung f\u00e4llt drastisch aus: Man befinde sich bereits im Dritten Weltkrieg, die Fronten seien gezogen. Er beschrieb den Konflikt als einen Kampf zwischen Russland, China, Nordkorea und Iran gegen \u00bbden Gro\u00dfteil des Restes\u00ab der Welt. Bis zum Ernstfall dient die Ranch als Ferienunterkunft; eine Vermietung \u00fcber Airbnb wird erwogen, um die finanzielle Stabilit\u00e4t des Projekts zu sichern.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Varsavskys Argumente f\u00fcr ein solches Projekt sind geografischer und landwirtschaftlicher Natur: gro\u00dfe Entfernungen zu den Atomm\u00e4chten und potenziellen Zielen, reichlich Nahrungsmittel, verf\u00fcgbare Energie, dazu die N\u00e4he zu den \u00d6lvorkommen Patagoniens. In einem X-Beitrag vom 4.3.2024 verwies er zus\u00e4tzlich auf die traditionelle Nichtbeteiligung Argentiniens an den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts und darauf, dass das Land Nahrung f\u00fcr rund 400 Millionen Menschen erzeuge, mehr als das Sechsfache der eigenen Bev\u00f6lkerung; Modelle zum nuklearen Winter s\u00e4hen die Region kaum betroffen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Argentiniens Regierung wiederum bereitet ein Programm \u00bbStaatsb\u00fcrgerschaft gegen Investition\u00ab vor (Dekret 524\/2025) und will die Abgeschiedenheit des Landes ausdr\u00fccklich bewerben \u2013 ein beratender Migrationsexperte vergleicht das Vorhaben mit Neuseelands beschleunigter Aufenthaltserlaubnis f\u00fcr drei Millionen Dollar.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Wie durchdacht das Projekt ist, harrt indessen noch dem Praxistest. Mehrmals im Jahr fegen heftige Fallwinde \u00fcber die offene Ebene, auf der die meisten Bauten stehen, zeitweise so stark, dass ein Aufenthalt im Freien unm\u00f6glich wird. F\u00fcr die Anden wird klimabedingt zunehmender Wasserstress erwartet, trotz der vier Quellen auf dem Grundst\u00fcck. Die stark verglasten Fertigmodule brauchen im Winter Holz\u00f6fen und im Sommer Klimaanlagen. Und Schutz vor Strahlung oder Druckwellen bietet die Anlage nicht: Einen Bunker gibt es auf Wamani (bislang) nicht. Deshalb erwarb Peter Thiel, au\u00dfer in Argentinien, auch Land im abgelegenen Neuseeland (bislang ohne Baugenehmigung).<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Wamani ist damit weniger ein Sonderfall als das besonders sichtbare Beispiel eines anhaltenden Trends. Reid Hoffman, Mitgr\u00fcnder von LinkedIn, sch\u00e4tzte einmal, dass die H\u00e4lfte der Silicon-Valley-Milliard\u00e4re irgendeine Form einer solchen \u00bbApokalypseversicherung\u00ab abgeschlossen habe. Verteidigt werden solche Weltuntergangsbunker u.a. mittels Feuergr\u00e4ben und Wasserwerfern, die stark genug sind, um Hubschrauber zum Absturz zu bringen.<\/span><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Refugien in der Karibik<\/span><\/strong><\/h5>\n<h5><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1022242\" src=\"http:\/\/riskcompass.info\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Mill-1.jpg\" alt=\"\" width=\"1920\" height=\"1228\" srcset=\"https:\/\/riskcompass.info\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Mill-1.jpg 1920w, https:\/\/riskcompass.info\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Mill-1-300x192.jpg 300w, https:\/\/riskcompass.info\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Mill-1-1024x655.jpg 1024w, https:\/\/riskcompass.info\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Mill-1-768x491.jpg 768w, https:\/\/riskcompass.info\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Mill-1-1536x982.jpg 1536w, https:\/\/riskcompass.info\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Mill-1-1232x788.jpg 1232w, https:\/\/riskcompass.info\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Mill-1-1689x1080.jpg 1689w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/h5>\n<h5><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1022243\" src=\"http:\/\/riskcompass.info\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Mill-2.jpg\" alt=\"\" width=\"1920\" height=\"1228\" srcset=\"https:\/\/riskcompass.info\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Mill-2.jpg 1920w, https:\/\/riskcompass.info\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Mill-2-300x192.jpg 300w, https:\/\/riskcompass.info\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Mill-2-1024x655.jpg 1024w, https:\/\/riskcompass.info\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Mill-2-768x491.jpg 768w, https:\/\/riskcompass.info\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Mill-2-1536x982.jpg 1536w, https:\/\/riskcompass.info\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Mill-2-1232x788.jpg 1232w, https:\/\/riskcompass.info\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Mill-2-1689x1080.jpg 1689w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/h5>\n<h5 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">USA gaben 21 Billionen Dollar f\u00fcr den Bau geheimer \u00bbWeltuntergangsbunker\u00ab aus<\/span><\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Vor einigen Monaten behauptete Catherine Austin Fitts, 74, die zwischen 1989 und 1990 unter Pr\u00e4sident George H.W. Bush stellvertretende US-Ministerin f\u00fcr Wohnungsbau und Stadtentwicklung (Assistant Secretary of Housing and Urban Development) war, die US-Regierung habe 21 Billionen US-Dollar f\u00fcr den Bau einer geheimen unterirdischen \u00bbStadt\u00ab ausgegeben, die dem Weltuntergang trotzen soll. Sie erhob diese Enth\u00fcllungen w\u00e4hrend eines Auftritts im Podcast des ehemaligen Fox News-Moderators Tucker Carlson.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Fitts berief sich auf eine Studie des \u00d6konomen Mark Skidmore von der Michigan State University. Dieser hatte 2017 einen Bericht ver\u00f6ffentlicht, in dem er erkl\u00e4rte, sein Team von Wissenschaftlern und er h\u00e4tten \u00bbnicht genehmigte Ausgaben in H\u00f6he von 21 Billionen US-Dollar in den Ministerien f\u00fcr Verteidigung sowie Wohnungsbau und Stadtentwicklung f\u00fcr die Jahre 1998 bis 2015\u00ab aufgedeckt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Fitts zufolge, die vor ihrem Eintritt in die Bush-Regierung als Investmentbankerin t\u00e4tig war, wurde dieses Geld f\u00fcr die Finanzierung des Baus eines \u00bbunterirdischen St\u00fctzpunkts, einer st\u00e4dtischen Infrastruktur und eines Transportsystems\u00ab verwendet, das vor der \u00d6ffentlichkeit geheim gehalten werde. Sie erz\u00e4hlte Carlson, dass sie zwei Jahre lang untersucht habe, wohin die 21 Billionen US-Dollar geflossen seien. Dabei habe sie Beweise daf\u00fcr gefunden, dass es allein in den USA 170 solcher geheimen Einrichtungen gebe. Gemeinsam mit einem Team von Ermittlern habe sie \u00bballe Daten und alle Anschuldigungen zu unterirdischen St\u00fctzpunkten\u00ab durchforstet, um eine \u00bbSch\u00e4tzung\u00ab \u00fcber die Zahl der m\u00f6glicherweise existierenden St\u00fctzpunkte anzustellen. \u00bbWir haben systematisch alles untersucht und versucht, die Anzahl der unterirdischen St\u00fctzpunkte zu sch\u00e4tzen, sowohl in den USA als auch unter dem Meer rund um die USA\u00ab, behauptete Fitts: \u00bbUnsere Sch\u00e4tzung lag bei 170 und sie sind durch ein Verkehrsnetz miteinander verbunden\u00ab. Es war zun\u00e4chst unklar, wo sich die geheimen Bunker befinden \u2013 und wer von den VIPs, Megareichen und Regierungsbeamten im Katastrophenfall Zugang zu ihnen haben k\u00f6nnte. Auch der Umfang der Bunker und die darin enthaltenen Alltagsgegenst\u00e4nde sind unbekannt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Auf Carlsons Frage nach dem \u00bbZweck\u00ab dieser Untergrundbasen antwortete Fitts, dass die St\u00fctzpunkte aktiviert w\u00fcrden, wenn am Horizont ein Ereignis mit dem Potenzial der Menschheitsausrottung auftauche (amerikanisch: \u00bbnear-extinction event\u00ab). Sie f\u00fcgte jedoch hinzu, dass diese sogenannten St\u00fctzpunkte ihrer Meinung nach auch von der Regierung genutzt werden k\u00f6nnten, um \u00bbgeheime\u00ab Projekte, etwa ein \u00bbgeheimes Weltraumprogramm\u00ab, durchzuf\u00fchren.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Carlson merkte an, er sei davon ausgegangen, dass solche St\u00fctzpunkte nur in Washington, D.C. existieren w\u00fcrden, um im Falle eines \u00bbAtomkriegs\u00ab genutzt zu werden. Fitts antwortete: \u00bbEin Teil davon ist es auch. Es ist die Vorbereitung auf eine Katastrophe.\u00ab<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Existenz von ABC-Bunkern der US-Regierung ist gut dokumentiert. Einrichtungen wie Mount Weather (offiziell Mount Weather Emergency Operations Center) bei Bluemont im US-Bundesstaat Virginia, die US-Milit\u00e4rbasis Cheyenne Mountain Operations Center (CMOC) in den Rocky Mountains auf der S\u00fcdseite von Colorado Springs oder die Site R (Raven Rock Mountain Complex) in Pennsylvania dienen bekannterma\u00dfen in Krisenzeiten als Kommandozentralen. Einrichtungen wie die streng geheime Regierungsbunkeranlage aus der Zeit des Kalten Krieges (1961-1991) unter dem Vier-Sterne-Hotel Greenbrier Resort in West Virginia, die als Unterschlupf f\u00fcr Abgeordnete gedacht war, sind Belege f\u00fcr die Vorbereitungen der USA auf ein Weltuntergangs-Szenario. Doch nichts entsprach bislang den Ausma\u00dfen, wie Fitts sie jetzt behauptet.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00dcbrigens berichtete USA Today, dass die geheime unterirdische Einrichtung in Mount Weather, in der f\u00fchrende Kongressabgeordnete nach den Anschl\u00e4gen vom 11. September 2001 Zuflucht fanden, derzeit modernisiert wird. Der Grund f\u00fcr die Renovierung werde als \u00bbgeheim\u00ab eingestuft.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Fitts\u2018 umstrittene Behauptungen kamen nur wenige Monate, nachdem das in Virginia ans\u00e4ssige Unternehmen SAFE (Strategically Armored &amp; Fortified Environments) Pl\u00e4ne f\u00fcr einen 300 Millionen US-Dollar teuren Luxus-Weltuntergangsbunker namens \u00bbAerie\u00ab vorgestellt hatte, der nur Mitgliedern zur Verf\u00fcgung steht. Das Unternehmen verspricht, die Einrichtung werde \u00bbKI-gest\u00fctzte\u00ab medizinische Versorgung, \u00bbWellness-Programme\u00ab und die M\u00f6glichkeit bieten, \u00bbSchutz und Luxus auf eine noch nie dagewesene Art und Weise zu verbinden\u00ab.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">SAFE plant die Bunker \u2013 die jedem Mitglied f\u00fcr einen Beitrag von 20 Millionen Dollar \u00fcbereignet werden \u2013 in allen 50 US-Bundesstaaten zu errichten. Der erste Bunker solle jedoch in Virginia errichtet werden, da dieser in der N\u00e4he von Washington D.C. liegt. \u00bbEs ist der Bundesstaat mit der besten Bev\u00f6lkerungsgruppe der Welt, die f\u00fcr so etwas in Frage kommt\u00ab, sagte ein Unternehmenssprecher.<\/span><\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Studie: Wo die Welt am widerstandsf\u00e4higsten ist<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Wohin, wenn die Welt aus den Fugen ger\u00e4t? Eine internationale Metastudie hat erstmals zusammengetragen, welche L\u00e4nder globalen Katastrophen am besten trotzen w\u00fcrden. Die Antwort ist unbequem: Eine perfekte Zuflucht gibt es nicht. Aber es gibt Eigenschaften, die \u00fcber Leben und Tod ganzer Gesellschaften entscheiden k\u00f6nnen \u2013 und viele davon lassen sich beeinflussen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Ein Atomkrieg, dessen Ru\u00df den Himmel verdunkelt. Ein Sonnensturm, der Stromnetze \u00fcber Kontinente hinweg lahmlegt. Eine Pandemie, weit t\u00f6dlicher als Covid-19. Solche globalen Katastrophen k\u00f6nnten innerhalb weniger Monate oder Jahre einen gro\u00dfen Teil der Menschheit das Leben kosten. Ein internationales Forschungsteam um Florian Ulrich Jehn (FernUniversit\u00e4t Hagen) hat nun auf der Grundlage von 152 Fachpublikationen erstmals zusammengetragen, welche Regionen ihnen am besten standhalten w\u00fcrden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Das Ergebnis passt in einen Satz: Einen sicheren Ort f\u00fcr alle Szenarien gibt es nicht. Am h\u00e4ufigsten als widerstandsf\u00e4hig genannt wird Australien. Es liegt auf der S\u00fcdhalbkugel und fernab der Atomm\u00e4chte, hatte seit dem Ende der letzten Eiszeit keinen Vulkanausbruch, produziert reichlich Nahrung und kann seine Grenzen schlie\u00dfen. Dahinter folgen \u2013 der Studie zufolge \u2013 Neuseeland, Japan, die Schweiz und Argentinien; auch Uruguay schneidet gut ab, ist aber kaum untersucht. Doch jedes Land hat Schwachstellen: Neuseeland aktive Vulkane und wenig Industrie, Japan eine hohe Abh\u00e4ngigkeit vom Handel. Selbst Australien bliebe auf importierten Treibstoff, Medikamente und D\u00fcnger angewiesen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Vier Faktoren tauchen in der Literatur immer wieder auf: geografische Abgeschiedenheit, Selbstversorgung mit Lebensmitteln, gute Regierungsf\u00fchrung \u2013 demokratisch, wenig korrupt, mit geringer Ungleichheit \u2013 und dezentrale Strukturen ohne einzelne Schwachstelle. Viele davon widersprechen sich. Eine Insel kann sich gegen Viren abschotten, ist aber nach einem Netzzusammenbruch auf sich allein gestellt. Wie wirksam Abschottung sein kann, zeigte Covid-19: Inselstaaten verzeichneten nur rund ein Drittel der \u00dcbersterblichkeit anderer L\u00e4nder.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Die gute Nachricht: Regierungsqualit\u00e4t und Dezentralisierung lassen sich politisch gestalten, und sie helfen gegen jedes untersuchte Risiko. Umso bedenklicher finden die Forscher, dass Demokratien weltweit schw\u00e4cheln, die Ungleichheit w\u00e4chst und Lieferketten sich auf wenige Knoten konzentrieren. Ihr wichtigster Schluss bleibt dennoch: Katastrophen zu verhindern ist immer besser, als sie \u2013 mit viel Gl\u00fcck \u2013 zu \u00fcberstehen.<\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<h5 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Was wissen die, was \u00bbwir\u00ab nicht wissen?<\/span><\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Er kenne Hedgefonds-Manager auf der ganzen Welt, sagte Robert A. Johnson einem Medienbericht zufolge w\u00e4hrend eines WEF-Auftritts im Januar 2015, \u00bbdie Landebahnen und Farmen an Orten wie Neuseeland kauften, weil sie denken, sie brauchen einen R\u00fcckzugsort\u00ab. Johnson, Pr\u00e4sident der Denkfabrik \u00bbInstitute for New Economic Thinking\u00ab und zuvor Managing Director beim Hedgefonds Soros Fund Management, wies darauf hin, dass die Spannungen, die eine wachsende soziale Ungleichheit verursache, so ausgepr\u00e4gt seien, dass einige der verm\u00f6gendsten Menschen Ma\u00dfnahmen ergriffen h\u00e4tten, um sich vor kommenden Aufst\u00e4nden abzuschotten. Er res\u00fcmierte: \u00bbWarum scheinen Menschen, die wegen ihrer Macht beneidet werden, solche Angst zu haben? Was sagt uns das wirklich \u00fcber unser System?\u00ab<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Der US-amerikanische Medienwissenschaftler und Autor Douglas Rushkoff berichtete in seinem Buch Survival of the Richest von Milliard\u00e4ren, die sich den Kopf dar\u00fcber zerbrechen, wie sie im Fall eines Systemkollapses ihre Privatarmeen in Schach halten k\u00f6nnen, um nicht von ihnen gemeuchelt zu werden. Er geht davon aus, dass sie trotz ihrer Luxusbunkersysteme den von ihnen selbst ausgel\u00f6sten Katastrophen nicht entkommen k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Rushkoff zieht ein deprimierendes Fazit: Je mehr die Megareichen glauben, dem \u00bbWeltuntergang\u00ab entkommen zu k\u00f6nnen, desto weniger motiviert sie, diesen zu verhindern. Das sei vor allem deshalb ein Problem, da es dieselben Menschen seien, die f\u00fcr die gro\u00dfen Probleme der Welt wie soziale Konflikte und Ungleichheit nicht nur verantwortlich seien, sondern sie auch noch versch\u00e4rften.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-size: 8pt; color: #000000;\">\u00a9 RiskCompass. Hinweis: Bei der Recherche und Analyse dieses Beitrags wurde unterst\u00fctzend KI eingesetzt. Die redaktionelle Verantwortung f\u00fcr den Inhalt liegt bei der Redaktion. Alle Rechte vorbehalten, all rights reserved. Nachdruck und Weitergabe an Dritte untersagt.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den USA \u2013 aber nicht nur dort \u2013 boomt das Gesch\u00e4ft mit dem Weltuntergang. Insbesondere die Cr\u00e8me de la Cr\u00e8me der Geldmachtklasse sorgt sich ums eigene \u00dcberleben. 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